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Neue Studie „Handwerk Hessen Digital“

Wie sich Handwerksbetriebe die Potenziale der Digitalisierung erschließen können – Wegweiser durch die Förderprogramme

Die digitalen Technologien zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen, ist für jedes Unternehmen eine Herausforderung. Zwei von drei hessischen Handwerksbetrieben wünschen sich dabei Unterstützung - doch sie zögern, die zahlreichen Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums. 

Dabei gibt es rund 40 Angebote der EU, des Bundes und des Landes, die Handwerksbetriebe nutzen können, um sich die Potenziale der digitalen Technologien zu erschließen. „Handwerk Hessen Digital“ listet die einzelnen Angebote auf und untersucht sie auf ihre Eignung insbesondere für kleinere Handwerksbetriebe.

Eine Vielzahl von Programmen werden dabei als gut und hilfreich für Handwerksbetriebe eingestuft. Einige lassen sich sogar miteinander kombinieren, so dass Handwerksbetriebe sehr gute Möglichkeiten haben, die passende Unterstützung zu finden. Dabei hilft die tabellarische Übersicht, die alle Angebote nach Sachgruppen sortiert und je nach Eignung für Handwerker mit ein, zwei oder drei Smileys markiert.

Zu den „besonders gut geeigneten“ Programmen zählt die Studie zwei Angebote des Landes Hessen: den Digi-Check und den Digi-Zuschuss. Mit dem Digi-Check kann sich jedes Unternehmen eine erste Diagnose seiner digitalen Fitness stellen lassen. An den Digi-Check knüpft der Digi-Zuschuss an. Bei kleinen und mittleren Unternehmen beteiligt sich das Land mit bis zu 10.000 Euro an der digitalen Transformation von Produktions- und Arbeitsprozessen und der Verbesserung der IT-Sicherheit. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent. Der Zuschuss wird für Hard- und Software ebenso wie für die damit verbundenen Dienstleistungen wie Datenmigration und Schulungen gezahlt.

Erwartungen der Betriebe
Doch welche Art von Unterstützung erwarten Handwerksbetriebe eigentlich? Und was versprechen sie sich von der Digitalisierung? Auch darauf haben die Autoren Antworten gesucht und dazu hessische Unternehmen befragt sowie Experten interviewt. Das Ergebnis: Für Handwerker bedeutet Digitalisierung im eigenen Betrieb vor allem Verbesserung der Büroprozesse und der Planung, aber auch der Kommunikation und der Außendarstellung. Sinnvolle Förderinstrumente sind in ihren Augen Zuschüsse, Darlehen und kostenlose Beratungsprogramme; Bürgschaften, Beteiligungen und kostenpflichtige Beratung stießen dagegen auf wenig Interesse.

Wie sich außerdem zeigte, haben 97 Prozent der teilnehmenden Handwerksbetriebe bisher noch keinerlei Förderinstrumente beantragt. Dabei ermittelt die Studie einen klaren Zusammenhang: Je größer ein Unternehmen ist, desto eher wird beabsichtigt, einen Förderantrag zu stellen.
Dies deutet darauf hin, dass es kleineren Firmen an Zeit und personellen Ressourcen fehlt, sich über die Programme zu orientieren und mit den Antragsverfahren auseinanderzusetzen. „Handwerk Hessen Digital“ bietet ihnen einen Überblick über die Vielzahl der Fördermöglichkeiten und erleichtert damit den ersten Schritt hin zu den bereitstehenden Hilfen.

 

Hintergrund zur Studie
Die Studie wurde von der Geschäftsstelle Digitales Hessen über die Arbeitgeberverbände des hessischen Handwerks bei eBusiness Kompetenzzentrum Kaiserslautern beauftragt. Befragt wurden 170 Handwerksbetriebe aus allen sieben Handwerks-Gewerbekategorien. 


Die Studie ist zu finden unter www.digitalstrategie-hessen.de/mediathek

 

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