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Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2017: Hessen

Der im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellte Wirtschaftsindex DIGITAL: Hessen wirft einen Blick auf den Stand der Digitalisierung der hessischen Wirtschaft.

Der Wirtschaftsindex zeigt, wie weit die Digitalisierung in den hessischen Unternehmen aktuell fortgeschritten ist und wie sie sich bis 2022 verändern wird. Bislang entspricht der Digitalisierungsgrad der Gewerblichen Wirtschaft mit 53 von 100 möglichen Punkten in etwa dem Bundesdurchschnitt, der aktuell bei 54 Punkten liegt. Die hessischen Unternehmen erwarten allerdings bis 2022 eine Steigerung um vier auf dann 58 Punkte und damit ein höheres Digitalisierungstempo als im Bund.

Insbesondere für den hessischen Mittestand prognostiziert die Befragung ein hohes Digitalisierungstempo: Aktuell liegt hier der Digitalisierungsgrad noch genau im Bundesdurchschnitt, die hessischen Mittelständler gehen allerdings davon aus, dass sich die digitale Durchdringung ihrer Unternehmen in den nächsten fünf Jahren deutlich steigern wird. Damit werden sich die mittleren Unternehmen in Hessen mit einem kräftigen Zuwachs wesentlich schneller digitalisieren als der Mittelstand bundesweit.

Spitzenreiter bei der Digitalisierung in Hessen sind die Informations- und Kommunikationsbranche (IKT) sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister: Die IKT-Branche erhält beim Wirtschaftsindex Digital 73 von 100 möglichen Punkten und ist damit die am stärksten digitalisierte Branche in Hessen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen: In den nächsten fünf Jahren wird der Digitalisierungsgrad der IKT-Branche auf 80 Punkte steigen. Die hessischen Finanz- und Versicherungsdienstleister folgen auf Platz zwei und werden sich bis 2022 um gute fünf Punkte verbessern. Platz drei belegen die Wissensintensiven Dienstleister. Im Vergleich zu den Ergebnissen auf Bundesebene zeigt Hessen seine Stärken insbesondere in den Bereichen der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, dem Verkehr und Logistik, sowie im Gesundheitswesen. In diesen Branchen schneidet Hessen bei der Digitalisierung deutlich über dem Bundesschnitt ab.

Die Studie kommt darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass die Digitalisierung einen großen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Ressourceneinsparung leistet: So konnten die meisten Unternehmen in Hessen durch die Digitalisierung ihre Effizienz steigern. 60 Prozent der Unternehmen geben an, durch die Digitalisierung Arbeitszeit eingespart zu haben, über ein Drittel der Unternehmen konnte durch digitale Technologien und Anwendungen ihren Materialverbrauch reduzieren. Auch zeigt die Erhebung das Potenzial für Energieeinsparungen durch den Einsatz digitaler Anwendungen auf. Insgesamt konnte fast die Hälfte der befragen Unternehmen durch die Digitalisierung ihre Kosten senken. Neben diesen Effizienzgewinnen hilft die Digitalisierung der Wirtschaft aber auch weiteres Know-how aufzubauen und Innovationen zu fördern. 52 Prozent der hessischen Unternehmen geben an, durch Digitalisierungsprojekte neues Wissen für Ihr Vorhaben generiert zu haben.

Grundlage der Studie ist eine repräsentative Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS, das von Oktober bis November 2017 741 telefonische Interviews mit hessischen Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Hessen durchführte. Der Fragebogen wurde in enger Projektpartnerschaft gemeinsam mit dem ZEW Mannheim erarbeitet. Die erhobenen Daten sind hierbei vergleichbar mit den Daten einer bundesweiten Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.

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