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IKT-Informationsreise nach Brüssel

Vertreter der hessischen IKT-Unternehmerschaft erhielten in Brüssel Einblicke in Initiativen der Europäischen Kommission zu aktuellen Digitalthemen

Auf Einladung des Hessischen Wirtschaftsministeriums informierten sich am 8. und 9. November 2017 Vertreter der hessischen IKT-Branche im Rahmen einer Informationsreise zur Vertretung des Landes Hessen bei der EU in Brüssel, welche Initiativen im Bereich der IKT geplant sind und welche strategischen Ziele auf EU-Ebene verfolgt werden.

Die Digitalisierung ist eines der globalen Zukunftsthemen für Wirtschaft und Gesellschaft und bildet das Schwerpunktthema der aktuellen estnischen EU-Ratspräsidentschaft. Die Teilnehmer hatten im Rahmen der Reise die Möglichkeit, Einblicke in den politischen Betrieb in Brüssel erhalten, direkten Kontakt zu Vertretern der Europäischen Kommission sowie weiteren Institutionen herzustellen, sowie zur Vernetzung untereinander.

Die Informationsreise umfasste ein vielseitiges Programm aus Keynotes, fachlichen Einblicken und Diskussionsrunden. Der Schwerpunkt des ersten Konferenztages lag auf den Strategien und Initiativen der Europäischen Kommission zu aktuellen und zukünftigen IKT-Themen. Maximilian Strotmann, Mitglied im Kabinett von Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für den digitalen Binnenmarkt, referierte über die Digitale Binnenmarktstrategie für einen besseren Zugang zu digitalen Waren und Dienstleistungen. Er betonte den Willen der Europäischen Union, Impulse zu geben und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Bzgl. Startups erachtete er eine Förderung von zentralen Hubs durch die EU als zielführend. Großunternehmen rief er auf, in Startups zu investieren. Abschließend wurde in der Diskussion dafür plädiert, eine Kultur des Scheiterns zu etablieren und gescheiterten Startups eine neue Chance zu geben.

Rolf Riemenschneider, Head of Sector bei der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien bei der EU-Kommission stellte in seinem Vortrag die Voraussetzungen und Herausforderungen für eine Digitalisierung des Mittelstandes und des Handwerks vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und Internet of Things dar. Riemenschneider bewertete das Internet der Dinge als Enabler für die super-vernetze Gesellschaft der Zukunft, deren Entwicklung maßgeblich auf dem Digitalen Binnenmarkt, einer modernen Breitband-, Cloud- und Dateninfrastruktur sowie einer angemessenen Finanzierung bzw. Förderung abhänge. Gleichzeitig betonte er die Herausforderungen, die sich an dieser Stelle bzgl. IT-Sicherheit und Datenschutz sowie durch das Fehlen von Standards ergäben.

Der Abendempfang in der hessischen Landesvertretung mit Staatssekretär Samson bot die Gelegenheit zur angeregten Diskussion im Rahmen einer Abendveranstaltung. In einer spannenden Keynote gab Dr. Carl-Christian Buhr, stellvertretender Kabinettschef im Kabinett Digitale Wirtschaft und Gesellschaft der EU-Kommission, interessante Einblicke in aktuelle Initiativen und zukünftige Herausforderungen im Digitalen Binnenmarkt. Dabei hob er drei Themen hervor: Künstliche Intelligenz im Zusammenhang mit Machine-Learning, Entwicklung von IT-Kompetenzen sowie das Thema IT-Sicherheit und Datenschutz. Am zweiten Veranstaltungstag lag der Fokus auf der Information über aktuelle EU-Förderprogramme sowie über die zukünftige Ausgestaltung europäischer Fördermaßnahmen für die IKT-Branche.


Weitere Informationen zu Vernetzung und Förderung in Europa: http://www.een-hessen.de/

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