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ekom21

Modernisierung des größten kommunalen Rechenzentrum Hessens in Kassel

Betreiber: Kommunales Gebietsrechenzentrum ekom21 – KGRZ Hessen (Körperschaft des öffentlichen Rechts)

Realisierung: 2009 bis 2011

Wirtschaftlichkeit:
• Verringerung der Zahl der Server von 450 auf 100
• Reduzierung des Stromverbrauchs von 220 auf 45 kW im Rechenzentrum
• Verringerung des jährlichen Stromverbrauchs bei ekom21 und bei den Kunden um zwei Millionen Kilowattstunden

Idee und Planung:
ekom21 beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Frage, wie die angebotenen IT-Dienste möglichst umweltfreundlich bereitgestellt werden können - auch im Dialog mit Kunden, anderen Behörden, Partnern und Lieferanten. Im Jahr 2009 wurden dann mit der Planung zur Erneuerung des Rechenzentrums in Kassel erste konkrete Schritte unternommen. Zielsetzung war es, ein Rechenzentrum aufzubauen, dass sich zum einen durch eine hohe Sicherheit, zum anderen aber auch durch Umweltfreundlichkeit, lange Lebensdauer und geringen Energieverbrauch auszeichnet. Die hohen Sicherheitsanforderungen sollten durch die Zertifizierung für IT-Grundschutz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) belegt werden. Um eine hohe Umweltfreundlichkeit und einen geringen Energieverbrauch zu realisieren, wurden sowohl die Rechnertechnik als auch die komplette Infrastruktur auf den Prüfstand gestellt und durch neue Lösungen ersetzt bzw. modernisiert.

Innovation:
Nach sorgfältiger Planung wurde das Rechenzentrum innerhalb von zwei Jahren auf den neuesten Stand gebracht – wobei der Betrieb aufrechterhalten werden konnte. ekom21 investierte für Baumaßnahmen ca. 1,5 Millionen € und 0,9 Millionen € für neue Technik. Von der Stromversorgung über die Klimatechnik, den Zugangsschutz und die Gebäudeüberwachung bis hin zum Brandschutz und der Löschtechnik wurde alles modernisiert und durch energieeffiziente Lösungen ersetzt. Bei der IT-Hardware konnte die Anzahl der physischen Server durch konsequenten Einsatz von Virtualisierung von 450 auf 100 reduziert und damit der Stromverbrauch entsprechend verringert werden. ekom21 verfolgt den eingeschlagenen Weg konsequent weiter und berät die Endkunden zum Einsatz ökologischer Informations- und Kommunikationstechnologien und tauscht sich intensiv mit Lieferanten aus, um den gesamten Lebenszyklus von Hardware-Komponenten umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Beispielhaft kann der Einsatz von klimaneutralen Toner im Druckzentrum eprint 21 genannt werden, wodurch 67 Tonnen CO2 eingespart werden können. Ekom21 hat zudem moderne IP-Telefonie-, Lync- und Video-Konferenz-Systeme installiert, um standortübergreifende Besprechungen vom Arbeitsplatz möglich zu machen und Fahrten zwischen den Geschäftsstellen in Darmstadt, Gießen und Kassel auf ein Minimum zu reduzieren.

Ergebnis:
Die konsequente GreenIT-Strategie von ekom21 zahlt sich nicht nur für die Umwelt aus, sondern rechnet sich auch ökonomisch. Der Stromverbrauch konnte von 220 kW auf 45 kW reduziert werden. Hierdurch ergibt sich in fünf Jahren eine CO2-Einsparung von ca. 3.400 Tonnen. Insgesamt kann ekom21 innerhalb des Unternehmens und durch entsprechende Aktivitäten bei Kunden vor Ort heute über zwei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr einsparen. Das entspricht mit ca. 2.000 Tonnen CO2 dem Ausstoß von nahezu 1.000 Haushalten.

Kontakt:
Stefan Thomas, Pressesprecher der ekom21,
Tel. +49 (0) 0561/204-1181,
E-Mail: presse@ekom21.de

Zusätzliche Informationen: http://www.ekom21.de

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