www.digitalstrategie-hessen.de

Studie: Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0

Die Studie untersucht die Umsetzung von Maßnahmen der Digitalisierung im Hinblick auf Ressourceneffizienz. Im Mittelpunkt stehen kleine und mittlere Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.

Die Studie „Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des verarbeitenden Gewerbes“ untersucht die Umsetzung von Maßnahmen der Digitalisierung im Hinblick auf Ressourceneffizienz. Ziel der Studie ist es, den aktuellen Entwicklungsstand der digitalen Transformation in kleinen und mittleren Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes aufzuzeigen und die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Ressourceneffizienz herauszuarbeiten. Die Ergebnisse der Studie sollen schließlich als Handlungsempfehlungen für KMU, Politik und Wissenschaft dienen.

Die Studie beleuchtet die in KMU eingesetzten Technologien und die bisherigen Erkenntnisse zu Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz von industriellen Prozessen. Zehn Fallstudien aus der Elektro- und Kunststoffbranche sowie dem Bereich Maschinenbau präsentieren Praxisanwendungen und Lösungen, bei denen bestimmte Technologien bereits zur Einsparung von Ressourcen in Unternehmen beitragen. Im Fokus stehen elf Maßnahmen der Digitalisierung, die Einsparungen betrieblicher Ressourcen bewirken können. Neben der Verringerung des Stromverbrauchs und des Materialeinsatzes sind dies zum Beispiel die Reduzierung fehlerhafter Teile und damit Ausschuss sowie die Einsparung von benötigtem Lagerraum. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass KMU Ressourceneinsparungen nicht systematisch erfassen. Nach Selbsteinschätzung der befragten Unternehmen belaufen sich die möglichen Einsparungen von Material und Energie jedoch auf bis zu 25 Prozent. Unternehmen sollten daher die digitale Transformation in stärkerem Maße als Chance für die Steigerung der Ressourceneffizienz betrachten und dazu eine gezielte Strategie entwickeln.

KMU stehen erst am Anfang der digitalen Transformation. Im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit spielt sie jedoch bereits eine wichtige Rolle, denn Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, Daten zu Ressourcenverbräuchen in ihrem Betrieb systematisch zu erheben. Die Studie gibt daher der Politik die Handlungsempfehlung, Beratungsangebote für KMU aus den Bereichen Ressourceneffizienz und Industrie 4.0 zu vernetzen mit dem Ziel, einen „Baukasten Ressourceneffizienz 4.0“ zu entwickeln. Mit Blick auf die Wissenschaft sind die Erforschung und Weiterentwicklung zentraler Methoden zur Datenerfassung und -auswertung mithilfe von Verfahren der künstlichen Intelligenz von besonderer Bedeutung. Auch die Entwicklung einer Methodik und die Erarbeitung von Tools in Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie-4.0-Enablern stellt eine Handlungsempfehlung dar. Um den Transfer von Forschungsergebnissen in die Unternehmen zu verbessern, sollten die in Technologiedemonstratoren gewonnenen Erkenntnisse zur Ressourceneffizienz im Rahmen von Industrie 4.0 in Kooperation mit der Industrie angewendet werden.

Die Studie wurde in einer interdisziplinären Zusammenarbeit von drei Fachgebieten der TU Darmstadt aus den Bereichen Umweltingenieurwissenschaften und Maschinenbau, dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung sowie dem Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz erstellt. Beauftragt wurde die Studie von der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz.

Zum Download der Studie und für weitere Informationen klicken Sie hier.

www.digitalstrategie-hessen.de
www.digitalstrategie-hessen.de
Bild